Kirchen-und Frauenchor 1906 Rauschenberg e.V

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Aktiv (Frauen) "Chor" erleben September 2011

Vor noch nicht all zu langer Zeit konnte man in der Oberhessischen Presse von einer bedrohten Spezies lesen. Der Ortsdiener Karl berichtete von Chören, die allesamt Nachwuchssorgen haben. Und tatsächlich ist das auch so. Manchen Chören droht das Aus, sollten sie nicht schleunigst neue Mitsänger bekommen. Doch auch Chorleiter sind rar. Hauptberufliche Chorleiter haben oft drei bis fünf Chöre. Nebenberufliche, je nach eigener beruflicher Auslastung, doch häufig zwei. Aber auch die Chöre, die im Moment noch keine Sorgen haben, dürfen sich nicht auf ihrem Polster ausruhen. So hat der Kirchen- und Frauenchor Rauschenberg schon vor einigen Jahren 2 Sängerinnen aus den eigenen Reihen zu Chorhelfer ausbilden lassen. Dadurch wird der Chorleiter bei Ständchen, Beerdigungen oder auch bei Krankheit spürbar entlastet.
Nur noch selten muss der Verein einen externen Chorleiter zum Dirigat bitten.
Aber auch die Mitgliederwerbung muss kontinuierlich fortgeführt werden, so laden die Sängerinnen des Kirchen- und Frauenchores gleich zweimal Zaungäste zu den Chorproben ein, natürlich mit der Absicht neue Mitglieder zu werben. Eine von diesen Chorproben findet nach der Winterpause im Probenraum statt und die zweite kann man nach der Sommerpause auf dem Rauschenberger Marktplatz besuchen. Und wenn pro Jahr nur ein oder zwei neue Sängerinnen dazu kommen, dann ist das ein großer Gewinn für den Verein. Ganz wichtig sind auch Veranstaltungen. Nur Veranstaltungen die immer wiederkehren, die sich so etablieren, bleiben im Gedächtnis der zukünftigen Mitglieder. Der Kirchen- und Frauenchor hat jährlich einige feststehende Veranstaltungen. Dazu gehört der Wandertag. Der Wandertag hat sich zu einem Familientag gemausert. Waren es vor Jahren nur die Sängerinnen, so sind es heute ganze Familien (Haustiere inbegriffen) die mitwandern. Und als allerletzten Punkt spielt die erbrachte Leistung noch eine große Rolle. Was nützen wöchentliche Proben, wenn die Anerkennung ausbleibt. So sollten gerade kulturelle, musikalische Gruppierungen sich Ziele setzen. Machbare Ziele oder auch schon mal kleine Herausforderungen steigern die Lust und die Laune am aktiven Vereinsleben

Braucht ein Chor ein klares Profil  Mai 2010

 Aber klar …

Ein Profil ist ja nichts anderes wie ein Portrait, eine Richtungsfestlegung, ein Erscheinungsbild oder eine Verhaltensweise.

Ein Chor sollte ein Gesicht haben, etwas was anderen zeigt, wer er ist. Der Chor muss einen Wiedererkennungswert haben.Er sollte versuchen sich in eine Richtung zu bewegen, er sollte Ziele verfolgen und gegebenenfalls auch ein Motto festlegen. All dies kann nach und nach geschehen. Sind sich die Mitglieder darüber einig, dass sich ein Profil ändern muss, um Nachwuchs zu bekommen, dann sollte man nicht zögern, dies auch zu tun. Manchmal ist eine Namensänderung der erste Schritt. Dann kommen ein neues Repertoire und ein neues Outfit dazu. Häufig stellt man dann auch fest, dass man immer weiter kommen will. Der Chor stellt an sich selbst Ansprüche und bewegt sich weg von der geselligen Art zu singen.  Hinzu kommt dann dass der Chor sich den Medien öffnet. Örtliche Presse und eine gut gestaltete  Homepage. Ausreichendes Infomaterial in Form von Flyern oder Broschüren für die Bevölkerung ergänzen das alles noch. 

Damit hat der Chor ein für Andere wahrnehmbares Profil.

 

Werbung - wie kommen die Chöre zu mehr aktiven Mitgliedern  1. Februar 2010

Mitglieder zu bekommen ist gar nicht so einfach. Jedes Jahr versucht man es aufs Neue und manchmal klappt es auch. Hat man dann endlich jemanden dazu überredet mit in die Chorprobe zu kommen, dann ist da schon die „halbe Miete“. Doch wie schafft man es. Eigentlich geht es nur mit Werbung. Werbung ist aber nicht nur einfach mal einen Handzettel verteilen, nein Werbung hat mehrere Standbeine. Werbung beinhaltet alles was auf den Verein oder den Chor aufmerksam macht. Dazu gehören neben Plakaten und Flyer natürlich auch Zeitungsartikel und die Aufmerksamkeit die der Chor durch Leistung und Präsens erreicht. Und das ist auch schon mal eine grobe Zusammenfassung von Werbung.

Im Einzelnen heißt das:

  1. Leistung und Präsenz – Häufig sind die Chöre überaltert, man trifft sich einmal in der Woche und singt die Lieder die man kann. Oft getraut man sich gar nicht mehr an neues Liedgut heran. Man fühlt sich überfordert mit den neuen Liedern. Doch das ist der falsche Weg. Hat man sich erst einmal dazu durchgerungen ein neues und damit auch schwungvolles Lied zu erlernen, macht das Singen auch gleich mehr Spaß. Diese Freude bewirkt, dass man dieses Lied unbedingt bei einem der nächsten Auftritte auch zu Gehör bringen will. Und spätestens dann wird sich das Publikum über das neue Repertoire wundern. Und hat man erst mal diesen Sprung geschafft, dann ist der Weg zu neuen Mitgliedern nicht mehr weit. Mit neuen Mitgliedern gelingt dann auch das was einer Leistungssteigerung gleich kommt. Man wird selbstsicher und wagt sich an schwerere Literatur heran. Nun hat man die erste Hürde geschafft.
  2. Um es aller Welt zu sagen, dass man seine Leistung hochgeschraubt hat und auch schon neue Mitglieder geworben hat, bestellt man nun die Presse ein. Sie macht Fotos und berichtet über all das was der Verein an Aktivitäten macht. Welches die neuen Vorhaben sind und was man erreichen will. Und dann kommt der dritte Punkt hinzu …
  3. Die Werbung - Sie ist absolut wichtig. Werbung in Form von ansprechenden bunten Plakaten und Flyer, vielleicht auch kleine Broschüren*, bringen die Mitgliederwerbung in Gang. Wichtig ist es auf den Plakaten einen Hingucker zu haben – etwas was ins Auge sticht, einen Slogan, der die Bevölkerungsgruppe anspricht, die man als Mitglieder haben möchte. Texte kurz und knapp, mit den wichtigsten Daten versehen, bringt man sie am besten direkt an den Mann oder Frau. Auch wenn es noch so lästig erscheint, aber nur in den Briefkasten werfen reicht da nicht aus - die persönliche Ansprache ist wichtig. Bei Werbung ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

 

* Broschüren sollten einen Wiedererkennungswert haben, dazu reicht es wenn das Deckblatt immer den gleichen Slogan hat. Häufig haben sich Chöre auch ein Motto gesetzt, welches sich dafür gut verwenden lässt

 Diese drei Aspekte sollten helfen, neue Mitglieder zu gewinnen. Ausruhen sollte man sich aber auch dann nicht. Im nächsten Jahr beginnt man wieder neu mit der Mitgliederwerbung. Werbung muß dauerhaft sein – ansonsten hat man schon verloren!

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